Dein erstes Mal klettern?

Falls Du Dich fragen solltest, "wie finde ich den Einstieg ins Klettern?", dann sind diese Zeilen an Dich gerichtet.

1.  Der Klettersport besteht aus zwei Haupttätigkeiten: erstens das Sichern und zweitens das Klettern. Letzteres geht am Anfang nahezu von allein. Das Sichern muss gelernt sein.

2. Daraus folgt: Wenn Du das Klettern ausprobieren willst, brauchst Du eine Person, welche das Sichern beherrscht und bereit ist, Verantwortung für Dich zu übernehmen. Das kann ein Trainer von uns sein oder ein guter Freund, Verwandter etc.

3. Einen Trainer kannst Du bei uns buchen, siehe "Schnupperklettern".

4. "Freunde sichern Freunde" ist uns willkommen, aber nur wenn der Freund (oder Tante, Onkel…) folgendes beherrscht und anwenden kann:
 - Den gesteckten Achter knüpfen
 - Den Partnercheck vollständig vollziehen und Fehler entdecken kann
 - Das Bremsgerät fehlerfrei bedienen und das Seil einlegen
Wenn das alles passt, dann einfach unangemeldet kommen, Eintritt zahlen uns los geht’s.
Die Teilnahme an Kletterevents, bei denen Dritte die Verantwortung getragen hatten (z.B. Kindergeburtstage, Schnupperklettern, Hochseilgarten usw.) befähigen i.d.R. keinesfalls zum eigenständigen Sichern.

5. Bei uns gilt: wer nicht sichern kann, darf das auch nicht.

6. Wir bieten keinen Grundkurs ‚Sichern lernen‘ im Schnellverfahren. Ein Kletter-Grundkurs  dauert 3 - 4,5 Stunden.

7. Wenn die Selbsteinschätzung in Regel 4 zu optimistisch war, dann führt das dazu, dass Regel 5 zur Anwendung kommt.

8. Gäste, die als Freund (oder Tante, Onkel) Dritten das Sichern lehren und selbst an dem Tag nicht klettern, zahlen keinen Eintritt.

 

Typische Fragen

Gibt es Grenzen für den Sport (Alter, Gewicht usw.)?
Prinzipiell gilt: Klettern kann jeder, der eine steile Treppe nach oben schafft. Das können kleine Kinder sein, oder Senioren in ihren 70ern… Lasst euch von uns beraten. Kleinste Kinder sollten den Einstieg in den Sport eher bei vertrauten Personen (die selbst aktiv klettern) erlernen. Deshalb richtet sich unser Schnupperklettern auch erst an Kinder ab 6 Jahren.

Ist Klettern gefährlich?
Statistisch gesehen ist es tausendmal wahrscheinlicher beim Skifahren verletzt zu werden. Es ist wie beim Autofahren, wer mit Vollgas auf eisglatter Straße unterwegs ist… Wenn du die Sache ernst nimmst und konzentriert bleibst, sobald es notwendig ist, dann passiert nichts.

Bouldern versus Klettern?
Beides macht großen Spaß! Die Anforderungen beim Klettern sind ein wenig anders, weil die Strecke deutlich länger ist und man seine Ressourcen einteilen muss.
Ein Vorteil beim Klettern am Seil ist die deutlich geringere Unfallwahrscheinlichkeit, denn Stürze auf die Matte enden häufiger im Schmerz als der vergleichsweise sanfte Flug ins Seil.
Ein Nachteil beim Klettern ist, dass du unbedingt einen Partner brauchst und ihr beide gelernt haben solltet, wie gesichert wird. 

Rückenprobleme und Klettern?
Einige Studien weisen darauf hin, dass Klettern das allgemeine Befinden von chronisch Rückenschmerz-geplagten Menschen besser als andere Maßnahmen deutlich verbessert. Jedoch ist vom Bouldern, bedingt durch die potenziell harten Stürze, eher abzuraten.

Klettern am Felsen?
Das ist im Seilklettern wie beim Bouldern die Königsdisziplin! Allerdings findet ihr erheblich mehr Kletterfelsen als erschlossene Boulderfelsen in unserer schönen Landschaft. Jedoch: wer nur die Halle kennt, muss sich deutlich mehr Kenntnisse aneignen…!

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